Archivio per la categoria ‘paul celan’

Celan e l’esperienza dell’impossibile

aprile 26, 2013

Anselm Kiefer, Sulamith, 1983

Giuseppe Zuccarino

Celan e l’esperienza dell’impossibile

     È noto che Paul Celan ha avuto per lungo tempo la fama di essere un poeta difficile, quasi impenetrabile. La sua replica a coloro che gli muovevano tale accusa non era la più adatta a conciliarseli: «Al giorno d’oggi è di voga rinfacciare alla Poesia la sua “oscurità”. […] Mi consentano di riportare un detto di Pascal, un detto che lessi in Lev Šestov qualche tempo fa: Ne nous reprochez pas le manque de clarté puisque nous en faisons profession! – Questa, credo, è la – seppur non congenita – oscurità che è propria della Poesia, in vista di un incontro che muove da una distanza o estraneità che essa stessa, forse, ha inteso progettare»(1). (continua…)

Wir müssen wahre Sätze finden

gennaio 23, 2013

Anselm Kiefer, Margarete, 1981

(continua…)

Memoranda

agosto 9, 2012

Paul Celan Wallace Stevens
Nanni Cagnone

[Clicca sulle immagini]

L’ombra e l’anello

agosto 9, 2012

Mario Ajazzi Mancini

L’ombra e l’anello.
Di un motivo circolare in
Zeitgehöft di Paul Celan

Unser Glas
füllt sich mit Seide,

wir stehn.(1)

(Il nostro bicchiere
si riempie di seta,

teniamo.)

Paul Celan

 

Le pagine che seguono cercano di contornare – è il caso di dirlo – un certo modo di raffigurare il tempo che emerge con decisione nell’ultimissima produzione di Paul Celan. Si tratta di quella figura circolare, ad anello, che il tempo assume non tanto a sancire il compimento di una vicenda – tempus clausum: tempo che chiude e si chiude come un circolo – relegandone il «sentimento» in una sorta di ultimità al di fuori; quanto, piuttosto, a separare in modo tangente, e forse contrario, i poli di una ricerca – tempo dell’io e tempo del tu – che la scrittura poematica rendeva attuale nel tempo poetico per eccellenza – il presente. (continua…)

A nord del futuro

luglio 18, 2012

CHYMISCH

Schweigen, wie Gold gekocht, in
verkohlten
Händen.

Große, graue,
wie alles Verlorene nahe
Schwestergestalt:

Alle die Namen, alle die mit-
verbrannten
Namen. Soviel
zu segnende Asche. Soviel
gewonnenes Land
über
den leichten, so leichten
Seelen-
ringen.

Große. Graue. Schlacken-
lose.

Du, damals.
Du mit der fahlen,
aufgebissenen Knospe.
Du in der Weinflut.

(Nicht wahr, auch uns
entließ diese Uhr?
Gut,
gut, wie dein Wort hier vorbeistarb.)

(continua…)

Quando tenebra in Germania

luglio 5, 2012

Mario Ajazzi Mancini

“QUANDO TENEBRA IN GERMANIA”
Con Paul Celan, alla prova della traduzione

(Tratto da Aut-Aut, numero 334, 2007)

Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Harr Margarete(1)]

(continua…)

Der Name Ossip

giugno 25, 2012

Es ist alles anders

ES IST ALLES ANDERS, als du es dir denkst, als ich es mir denke,]
die Fahne weht noch,
die kleinen Geheimnisse sind noch bei sich,]
sie werfen noch Schatten, davon
lebst du, leb ich, leben wir.

Die Silbermünze auf deiner Zunge schmilzt,]
sie schmeckt nach Morgen, nach Immer, ein Weg]
nach Rußland steigt dir ins Herz,
die karelische Birke
hat
gewartet,
der Name Ossip kommt auf dich zu, du erzählst ihm,
was er schon weiß, er nimmt es, er nimmt es dir ab, mit Händen,
du lost ihm den Arm von der Schulter, den rechten, den linken,
du eftest die deinen an ihre Stelle, mit Händen, mit Fingern, mit Linien,]

- was abriß, wächst wieder zusammen –
da hast du sie, da nimm sie dir, da hast du alle beide,
den Namen, den Namen, die Hand, die Hand,
da nimm sie dir zum Unterpfand,
er nimmt auch das, und du hast
wieder, was dein ist, was sein war,

(continua…)

Schibboleth

maggio 14, 2012

Schibboleth

Mitsamt meinen Steinen,
den großgeweinten
hinter den Gittern,

schleiften sie mich
in die Mitte des Marktes,
dorthin,
wo die Fahne sich aufrollt, der ich
keinerlei Eid schwor.

Flöte,
Doppelflöte der Nacht:
denke der dunklen
Zwillingsröte
in Wien und Madrid.

Setz deine Fahne auf Halbmast,
Erinnrung.
Auf Halbmast
für heute und immer.

Herz:
gib dich auch hier zu erkennen,
hier, in der Mitte des Marktes.
Ruf’s, das Schibboleth, hinaus
in die Fremde der Heimat:
Februar. No pasaran.

(continua…)

…Rauscht der Brunnen

aprile 26, 2012

…Rauscht der Brunnen

Ihr gebet-, ihr lästerungs-, ihr
gebetscharfen Messer
meines
Schweigens.

Ihr meine mit mir ver-
krüppelnden Worte, ihr
meine geraden.

Und du:
du, du, du
mein täglich wahr- und wahrer-
geschundenes Später
der Rosen-:

Wieviel, o wieviel
Welt. Wieviel
Wege.

Krücke du, Schwinge. Wir – -

Wir werden das Kinderlied singen, das,
hörst du, das
mit den Men, mit den Schen, mit den Menschen, ja das
mit dem Gestrüpp und mit
dem Augenpaar, das dort bereitlag als
Träne-und-
Träne.

(continua…)

Sprich auch du

marzo 20, 2012

Sprich auch du

Sprich auch du,
sprich als letzter,
sag deinen Spruch.

Sprich –
Doch scheide das Nein nicht vom Ja.
Gib deinem Spruch auch den Sinn:
gib ihm den Schatten.

Gib ihm Schatten genug,
gib ihm so viel,
als du um dich verteilt weißt zwischen
Mittnacht und Mittag und Mittnacht.

Blicke umher:
sieh, wie’s lebendig wird rings –
Beim Tode! Lebendig!
Wahr spricht, wer Schatten spricht.

Nun aber schrumpft der Ort, wo du stehst:
Wohin jetzt, Schattenentblößter, wohin?
Steige. Taste empor.
Dünner wirst du, unkenntlicher, feiner!
Feiner: ein Faden,
an dem er herabwill, der Stern:
um unten zu schwimmen, unten,
wo er sich schimmern sieht: in der Dünung
wandernder Worte.

(continua…)

Todesfuge in quattro quadri

gennaio 30, 2010

Giancarla Frare

Paul Celan

Todesfuge

 

 

 

 

SCHWARZE Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete]
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei]
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

(continua…)

Seicentomila volte grazie

gennaio 11, 2010

[...] Nur wahre Hände schreiben wahre Gedichte. Ich sehe keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Händedruck und Gedicht. Man komme uns hier nicht mit “poiein” und dergleichen. Das bedeutete, mitsamt seinen Nähen und Fernen, wohl etwas anderes als in seinem heutigen Kontext. Gewiss, es gibt Exerzitien – im geistigen Sinne -, lieber Hans Bender! Und daneben gibt es eben, an jeder lyrischen Strassenecke, das Herumexperimentieren mit dem sogenannten Wortmaterial.
Gedichte, das sind auch Geschenke – Geschenke an die Aufmerksamen. Schicksal mitführende Geschenke.

[Soltanto mani autentiche possono scrivere poesie autentiche. Io non vedo nessuna differenza sostanziale tra una stretta di mano e una poesia. E non ci si venga a parlare di “poiein” e altre cose del genere. Perché ciò significava, con tutti gli annessi e i connessi, qualcosa di completamente diverso rispetto al suo attuale contesto. Esistono certamente degli esercizi – in senso spirituale – caro Hans Bender! E, in relazione ad essi, esiste ad ogni angolo di strada la sperimentazione senza limiti con il cosiddetto “materiale linguistico”.

Poesie sono anche doni.
Doni per le creature attente.
Doni carichi di destino.
]

(Da: Paul Celan, Brief an Hans Bender, in Über Paul Celan, a cura di D. Meinecke, Frankfurt am Main, 1970)

***

Il pezzullo di db (XXIII) – Mandeln Atmen

ottobre 2, 2009

MANDELN ATMEN

salcedo_shibboleth01E’ una voce
che scricchiola
la mia, come
tavola troppo
apparecchiata,
come persiana
da lungo tempo
chiusa.

*

Cresce il tuo
piede che
non cede

e l’unghia
si tinge color
del rimanere.

La crepa che da te
parte, segna
il passo al
vicino.

 

[chiusa di Mandeln Atmen,
dialogo musicato con Paul Celan di
Elisa Biagini, Schleyer Halle,
Stoccarda, 21 settembre 2009]

 

***

Il pezzullo di db (XXI) – Insonnia. Omero. Le vele…

settembre 5, 2009


(Immagine fotografica di Andrew Shaw)

 

Paul Celan da Mandelstamm (1959-1915)

 

(Schlaflosigkeit. Homer. Die Segel, die sich strecken.)

Schlaflosigkeit. Homer. Die Segel, die sich strecken.
Ich las im Schiffsverzeichnis, ich las, ich kam nicht weit:
Der Strich der Kraniche, der Zug der jungen Hecke
hoch über Hellas, einst, vor Zeit und Aberzeit.

(continua…)

Il mondo da riprodurre balbettando (II) – di Dieter Schlesak

agosto 17, 2009

Il mondo da riprodurre balbettando.
La follia di Paul Celan

shoah
DIE NACHZUSTOTTERNDE WELT,
bei der ich zu Gast
gewesen sein werde, ein Name,
herabgesschwitzt von der Mauer,
an der eine Wunde hochleckt.

 

jewdeath

 

shoah-a0c9d
IL MONDO DA RIPRODURRE BALBETTANDO,
nel quale io come ospite
avrò soggiornato: un nome
che cola, trasudato dal muro
su cui s’alza lambente
la lingua di una piaga.

(continua…)


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